Statements und Forderungen der BSV

Pressemitteilung: Kommunalwahl?! – Jugendliche fragen nach

Stand: 02.09.2020

Am 1. September war für die Bielefelder SchülerInnen der „Tag der Demokratie“, welcher dazu diente die Erstwählennen über die anstehende Kommunlawahl zu informieren und den Wert der Demokratie für unser Gemeinwesen zu verdeutlichen, sowie Demokratie erlebbar zu machen.

Im Vormittagsbereich gab es für interessierte SchülerInnen Workshopangebote im Bereich Politik, Sport und Kultur in ganz Bielefeld verteilt. So fand beispielsweise auf dem Gelände der SchücoArena der Workshop „Fußballverein- Demokratie, Vielfalt und Antidiskriminierung“ von Arminia Bielefeld statt. Dieser beschäftigte sich zum einen um die Notwendigkeit des Ehrenamtes im Profifußball und zum anderen um Voraussetzungen für ein gute Zusammenarbeit im Verein. In der Kunsthalle bekamen die SchülerInnen die Möglichkeit ihr Verständnis von Freiheit in künstlerischen Werken auszudrücken. Ein weiter Workshop zum Thema Zivilcourage erfolgte auf dem Gelände der Sentana Stiftung, dort wurden die Jugendlichen ermuntert aufzusehen und zivilcouragiert zu handeln.

Am Abend veranstaltete die BezirksSchülerInnenVertretung Bielefeld (BSV) dann eine Podiumsdiskussion rund um die Kommunalwahl, um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben den kommunal PolitikerInnen fragen zu stellen. Mit dabei waren Vertreter/Kandidierende der CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken und der PARTEI. Wichtige Themen waren vor allem Mobilität, Schule und Digitalisierung, Umwelt und Jugendpartizipation.

Wie kann ein möglichst kostengünstiger, sozialverträglicher ÖPNV realisiert werden?“

Wie wollen Sie bis 2035 ein Emissions Nettonull in Bielefeld erreichen?“

Wie wollen Sie Schüler*innen in die Kommunalpolitik einbinden?“

Viele Fragen mit vielen unterschiedlichen Antworten und Meinungen. Bei den Themen Mobilität und Umwelt waren sich die Parteien zwar einig, dass sich etwas ändern muss, doch bei den Vorstellungen der Umsetzung herrschten dann wieder Unstimmigkeiten.

Einig waren dich die Partei jedoch bei der Notwendigkeit und Bedeutung von Jugendpartizipation, Jugendliche sollen aktiv werden und ihre Stimme einsetzen. Zum Schluss bekamen die Gäste noch alle das neue Buch von Dr. Hans-Jörg Kühne „Glücksmomente – Geschichten aus Bielefeld“.

Zum Schluss lässt sich nur noch sagen: „Nehmt EUCH selber wichtig – geht wählen!“

Pressemitteilung: Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Stand: 02.09.2020

Wir, die BezirksSchülerInnenvertretung Bielefeld, sind der Meinung, dass die Abschaffung Maskenpflicht im Unterricht momentan nicht der richtige Weg ist, um der Pandemie einhält zu gebieten.

Zwar sind die Infektionszahlen in NRW rückläufig und in Bielefeld im einstelligen Bereich pro Woche und 100.000 Einwohner, aber trotzdem sehen wir die Gefahr als nicht gebannt an.

Wir wollen ermöglichen, dass alle Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen können, auch jene mit Vorerkrankungen.

Die Maske ist dazu ein geringere Übel, als sich mit Corona anzustecken. Uns wäre auch lieber, wenn im Unterricht der Mindestabstand eingehalten werden könnte, aber da dies nicht möglich ist, sehen wir die Maske als einzige sinnvolle Alternative.

Aber es geht uns nicht nur um die Lernenden, sondern auch um die Lehrenden. Nicht grade wenige Lehrkräfte sind grade wegen der Maskenpflicht zum Unterricht erschienen. Viele von ihnen sind Mitglieder der bekannten Risikogruppen und würden ohne die Maskenpflicht dem Unterricht fern bleiben. Dies würde den bereits vorhandenen Lehrer Angel weiter verstärken.

Es soll verhindert werden, dass die Lehrkräfte zu Superspreadern werden und das Virus von einer Lerngruppe in eine andere Übertragen. Denn dies wäre der Anfang einer neuen Welle von Schulschließungen und Erkrankungen, die es zu vermeiden gilt.

Zwar ist Onlineunterricht auch eine mögliche Alternative, aber dort sehen wir das Problem, dass zum einen das Internet schlecht ist und zum anderen sozial schwächere SchülerInnen durch evtl. nicht vorhandene Technik nicht am Unterricht teilnehmen können.

Insgesamt sind wir der Meinung, dass wir weiterhin alle Möglichkeiten des Infektionsschutzes wahrnehmen sollten, um erneute Schulschließungen und einen zweiten Lockdown zu verhindern. Daher ist eine Maskenpflicht unumgänglich, um dieses Ziel zu erreichen.
Wir hoffen, dass die neuen Fallzahlen so gering wie möglich bleiben und wir möglichst schnell wieder normal zur Schule können.